Serie: Die Elbphilharmonie

15.03.2021 21:30
Meine verehrten Damen und Herren,

sehen Sie heute die erste Folge unserer neuen Serie "Elbphilharmonie". 

Begleiten Sie uns auf eine Reise in den Hamburger Hafen, bei dem die "Elphi" -wie sie liebevoll genannt wird- im Mittelpunkt steht und sehen dieses beeindruckende Bauwerk aus verschiedenen Blickwinkeln und immer in einem anderen Licht. 

Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung.“

 

Soll heißen: Ich hab es schon wieder getan! Ich war wieder langzeitbelichten! 

Und dann auch noch an einem meiner Lieblingsorte: Hamburger Hafen.

 

Und Ihr seht heute nicht nur die erste Folge (wie die Menschen auf Facebook), sondern könnt Euch gleich die komplette Serie reinziehen! ;-)

 

Als ich vorletzte Woche in diesem fast unerträglich kalten (und fürs Fotografieren hart an der Grenze starken) Eiswind am Musical Boulevard (vor dem Stage Theater an der Elbe) stand und über Elphi, Cap San Diego, Rickmer Rickmers und die Landungsbrücken schaute, habe ich mich gefragt warum tue ich mir das eigentlich an, woher eigentlich diese Faszination für den Hamburger Hafen kommt, den viele Menschen empfinden oder die ihm zumindest nachgesagt wird. Warum hat diese Gegend so ein spezielles Flair? So richtig konkret konnte ich das tatsächlich nicht beantworten, obwohl ich auch so empfinde. Aber vielleicht kann man das auch nicht verallgemeinern. Wer den Hafen liebt, hat dafür wahrscheinlich seine ganz eigenen Gründe.

 

Ich persönlich verbinde damit einfach viele schöne Erinnerungen. Der Hamburger Hafen vereint für mich so vieles. Wasser, Schiffe, Stadt, Weite, Fernweh, etwas Raues und doch Heimeliges strahlt er für mich aus..

Als ein Kind aus Schleswig-Holstein, aufgewachsen zwischen den Meeren, standen Tagesausflüge nach Friedrichskoog oder an den Nord-Ostsee-Kanal, Klassenreisen nach Sylt oder auf einem Segelschiff auf der Ostsee, die guten alten „Butterfahrten“ mit Oma und Schul- oder später Betriebsausflüge mit Hafenrundfahrt und durch die Speicherstadt in Hamburg quasi auf der Tagesordnung. Das hat wohl Spuren hinterlassen. Mich zieht es einfach immer ans Wasser, ich liebe das Meer, ich liebe Schiffe und Boote und alles Maritime und unsere norddeutsche Landschaft, und ich grüße jeden mit einem MOIN aus tiefstem Herzen..

 

Mein Opa väterlicherseits, den ich leider, leider nie kennenlernen durfte, war Kapitän zur See, mein Papa hat den größten Teil seines (Arbeits-)Lebens im Hamburger (Frei)Hafen im Schiffbau gearbeitet, und ich fand es immer großartig, wenn er mich mal mit zur Firma genommen hat, wir den Hafengeburtstag oder den DOM besucht haben, mit der Fähre durch den Hafen gefahren oder zu Fuß durch den alten Elbtunnel gegangen sind. Das war jedes Mal etwas Besonderes. Einmal durfte ich ihn -stolz wie Bolle- während dem Hafengeburtstag auf einem Dampfer bei einer Schiffsparade begleiten, zu der er eingeladen war. Ich habe einfach ganz viele tolle Erinnerungen, die mit dem Hafen verknüpft sind. Und selbst meine Tochter verbindet heute schon tolle Erlebnisse mit Hamburg und speziell dem Hafen, wie mit der Fähre zum Musical überzusetzen oder von der Elphi die Aussicht über die Hafenanlagen und weite Teile Hamburgs zu genießen, und sie spürt auch diese besondere Atmosphäre..

 

Letztlich ist und bleibt Hamburg einfach immer das Tor zur Welt. Auch wenn heute von den Landungsbrücken keine Dampfschiffe mehr in die „neue Welt“ aufbrechen. Irgendwie spürt man aber doch die Weite, wenn man da steht und elbabwärts blickt, es riecht einfach nach Freiheit.. ;-) Na guuut, vielleicht bildet man (ich) sich das auch nur ein. Mag sein. Aber Fakt ist, irgendeine Faszination übt dieser Hafen auf viele Menschen aus, das lässt sich nicht bestreiten.

 

Und dass die Hamburger sich mit ihrer Elbphilharmonie ein neues Wahrzeichen gesetzt haben, kann man auch nicht abstreiten. Man kann sie hässlich finden, sich über die Kosten aufregen, sie als unnütz ansehen, wenn man für Kultur nichts übrig hat oder sie einfach lieben. Zweifellos ist sie aber in jedem Fall ein beeindruckendes Bauwerk.

 

Und nachdem ich jahrelang bei Hamburg-Besuchen die Baustelle vor Augen oder sogar vor der Linse hatte und zwischenzeitlich mehrfach die grandiose Aussicht von der Besucherplattform aus und einmal sogar ein Konzert im großen Saal genießen durfte, stand doch immer noch auf meinem persönlichen Foto-Wunschzettel, die „fertige“ Elphi einmal richtig  zu fotografieren. Die sollte also bei meinem Hamburg-Besuch ganz im Mittelpunkt stehen, weswegen wir auch direkt durch den alten Elbtunnel nach „drüben“ gelaufen sind, um unsere Stative auf dem Theater-Boulevard aufzustellen und einen freien Blick auf die Elphi zu haben.

 

Ach.. was soll ich sagen? Wie schön war das bitte? Wie gut hat das wieder getan?

Zugegeben, zwischendurch (ach was sag ich.. bereits auf dem Hinweg sind die Finger so gefroren, dass das Bedienen der Kamera dezent beschwerlich war) hab ich mich echt gefragt, was ich da tue, aber es war sooo richtig, trotz des üblen Wetters loszufahren und das „durchzuziehen“. Auch ohne Sonnenuntergang und kaum sichtbare blaue Stunde sind tolle Bilder entstanden. Ich hab sie endlich richtig abgelichtet die Elphi.

Und nachdem ich mir das ja ewig und drei Tage vorgenommen hatte und unbedingt von der anderen Seite aus die Bilder machen wollte, sind – welch Ironie – meine Lieblingsbilder an dem Abend rückblickend tatsächlich entstanden, als wir ganz zum Schluss, praktisch schon auf dem Weg zum Auto, noch einmal ein kurzes Stück die Landungsbrücken entlang der Elphi entgegen gegangen sind und mehr oder weniger aus der Hüfte fast halbherzig noch zwei oder drei Belichtungen gemacht haben, auf denen nun die Rickmer Rickmers im Vorder- und die Elphi im Hintergrund thronen.

 

Ich hab es neulich schon nach dem Besuch des gefrorenen See geschrieben, aber ich wiederhole mich gern: Hat! das! gut! getan!

Fotografieren ist das neue Wellness! OoommMmmmmMMmmmmmmm!

 

Nun aber wirklich viel Vergnügen mit der Serie rund um die Elbphilharmonie Hamburg! Zu finden in Stadt-Land-Fluss.